Auswirkungen von Alkohol

Nur zu oft kommt die Frage, anfangs wahr­schein­lich auch von einem selbst: Darf ich als Dia­be­ti­ker Alko­hol trinken?

Grund­sätz­lich: Man darf als Dia­be­ti­ker alles essen und trin­ken, was ein nicht-Diabetiker auch darf. In die­ser Hin­sicht also: JA, du darfst.

Jetzt ist es aller­dings so, dass Alko­hol natür­lich Aus­wir­kun­gen auf den Blut­zu­cker hat und es schwie­rig ist All­ge­mein­aus­sa­gen zu treffen.

Grund­sätz­li­che gilt: rei­ner Alko­hol (also z.B: ein „Stam­perl“ – also ein klei­ner Schnaps) senkt den Blut­zu­cker und Säfte oder zucker­hal­tige Limo­na­den las­sen den Blut­zu­cker ansteigen.

Was heißt das jetzt?

Lei­der ist die Sach­lage nicht ganz so ein­fach und ein­deu­tig, weil jeder Mensch auf Alko­hol anders rea­giert. Bei dem einen hält sich der Blut­zu­cker bei einem Misch­ge­tränk die Waage, bei dem ande­ren schießt der Blut­zu­cker in den Kel­ler oder in den Himmel.

Wich­tig ist immer, die Kon­trolle zu behal­ten. Wer betrun­ken ist, über­sieht schon­mal einen Hypo, und das kann böse Kon­se­quen­zen haben. Geschickt ist es des­we­gen auch immer beim Fort­gehn oder sons­ti­gen Alko­hol­spä­ßen Freunde bei sich zu haben, die zumin­dest halb­wegs infor­miert sind.

Auf­pas­sen muss man auf jeden Fall immer bei Mix­ge­trän­ken, also Drinks die aus har­ten Alko­ho­len und Säf­ten oder Limo­na­den gemischt wer­den. Eng­ma­schig mes­sen, und bei Bedarf zusätz­lich sprit­zen oder essen. Auch Bier und vor allem Rad­ler, also Bier-Mix-Getränke, sind nicht zu unter­schät­zen, weil diese, im Ver­gleich zu ande­ren alko­hol­hal­ti­gen Geträn­ken, sehr viele Koh­le­hy­drate haben. Je nach Art des Bie­res hat ein gro­ßes Bier (0.5 Liter) unge­fähr eine Broteinheit.

Und sonst gilt natür­lich, ob Dia­be­ti­ker oder Nicht-Diabetiker:
Jeder darf Alko­hol trin­ken, aber natür­lich ist die­ser auch für jeden schädlich.

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2 Kommentare

  1. hannah
    Erstellt am 4. February 2013 um 11:16 | Permanent-Link

    Aus Erfah­rung kann ich sagen, das gerade in Situa­tio­nen in denen man nicht mehr selbst dazu fähig ist Blut­zu­cker­kon­trol­len durch­zu­füh­ren, Freunde beson­ders wich­tig sind, vor allem jene, die sich zumin­dest ein biss­chen damit aus­ken­nen. Ich hatte ein­mal Glück, und war mit Freun­den weg, von denen einer Zivil­die­ner war und auch als es mir nicht mehr so gut ging mei­nen Blut­zu­cker mes­sen und inter­pre­tie­ren konnte.
    Aller­dings bin ich grund­sätz­lich nicht der Mensch, dem sowas oft pas­siert, nor­ma­ler­weise kann ich selbst noch regel­mä­ßige Kon­trolle durch­füh­ren, und weiß daher auch bei vie­len alko­ho­li­schen Geträn­ken wie sie sich auswirken.

  2. claudia
    Erstellt am 4. February 2013 um 11:28 | Permanent-Link

    Ich trinke eigent­lich sehr sel­ten Alko­hol und wenn ich einen trinke, dann meis­tens einen guten Wein. Den Wein trinke ich meis­tens zum Essen und spritze kein extra Insu­lin.
    Zum Bier aller­dings würde ich zusätz­li­ches Insu­lin sprit­zen, da Bier viele Koh­len­hy­drate hat. Wie macht ihr das?

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