Ich spritze auch in der Öffentlichkeit!

Jeder Dia­be­ti­ker, so auch ich, muss gezwun­ge­ner­ma­ßen mehr­mals am Tag Blut­zu­cker mes­sen und je nach The­ra­pie auch sprit­zen. Dabei kommt man auch nicht darum herum dies in der Öffent­lich­keit zu tun, z.B.: bei Restau­rant­be­su­chen oder beim Eis essen.

Nicht sel­ten ern­tet man dabei natür­lich selt­same Bli­cke, von böse bis mit­lei­dig kann alles dabei sein. Im Not­fall gibt es natür­lich vor allem in einem Restau­rant die Toi­lette.  Das ist natür­lich auch kein Problem.

Grund­sätz­lich ist es aber bes­ser ein­fach drü­ber zu ste­hen.  Ich sehe mich meis­ten nach Kin­dern um, weil die sich oft­mals erschre­cken oder ähn­li­ches, das ist mir ein­mal im Zug pas­siert. Meis­tens fra­gen diese aller­dings ein­fach nur ein wenig offenherziger.

Auch wenn ich schon öfter blöd ange­schaut oder auch ange­spro­chen wurde: Soll er /sie doch, denke ich mir dann meis­tens. Viele Leute wis­sen ein­fach nicht wie sie damit umge­hen solle, viel­leicht den­ken sie auch, dass das Dro­gen sind, oder den­ken ein­fach „Das arme Kind“. So oder so: Warum soll ich mich denn um deren Vor­ur­teile sche­ren. Sol­len sie blöd schauen, sol­len sie tuscheln oder was auch immer. Wenn es sie wirk­lich inter­es­siert fra­gen sie. Ich möchte jeden anhal­ten eine ähn­li­che Hal­tung ein­zu­neh­men, wobei ich damit nicht sagen will, dass dir alle ande­ren egal sein sol­len. Sollte es dich z.B.: wirk­lich stö­ren, stell die Situa­tion klar.

Aber man muss sich nie­mals verstecken.

Was das Star­ren betrifft: das ken­nen wir doch alle. Fährt ein Roll­stuhl­fah­rer an uns vor­bei, oder kom­men wir an einem sicht­bar kör­per­lich behin­der­ter Mensch an uns vor­bei, dass schauen wir doch auch meist auto­ma­tisch hin. Und so ist auch das Sprit­zen etwas, dass nicht für alle all­täg­lich ist, und man auto­ma­tisch hinsieht.

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Ein Kommentar

  1. claudia
    Erstellt am 4. March 2013 um 12:42 | Permanent-Link

    Lei­der pas­siert es schon manch­mal, dass mich Leute komisch bzw. ver­un­si­chert anschauen, wenn ich meine Insu­lin­pumpe raus­hole oder mei­nen Blut­zu­cker messe, aber ich habe mich daran gewöhnt.
    Wie ich noch mit den Pens gespritzt habe, hat mich eine ältere Dame ein­mal ganz erschro­cken gefragt, ob ich Heroin sprit­zen würde. Dar­auf­hin habe ich gelacht und „JA“ gesagt.
    Ich denke man darf diese Kom­men­tare nicht ernst neh­men und bei dum­men Bemer­kun­gen dumme Ant­wor­ten geben bzw. die Situa­tion erklä­ren, wenn jemand fragt.

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