Diabetes Typ 1 und Spitzensport. Geht das?

Viele Bei­spiele aus den ver­schie­dens­ten Sport­ar­ten bewei­sen, dass sogar Leis­tungs­sport mit Dia­be­tes Typ 1 im Bereich des Mög­li­chen liegt. Es bedarf dazu  eben  mehr Über­le­gun­gen, als bei einem stoff­wech­sel­ge­sun­den Men­schen. Der Spit­zen­sport­ler muss seine Trai­nings­ein­hei­ten (es kön­nen bzw. sind meis­tens sogar auch einige pro Tag) mit der Insu­lin­be­hand­lung, aber auch mit einer geeig­ne­ten Koh­len­hy­drat­auf­nahme in Ein­klang brin­gen, denn im Hoch­leis­tungs­sport geht es um jedes „Detail“.

Der Spit­zen­ath­let muss wäh­rend eines Wett­kampfs (z.B. Lauf, Match, etc.) immer den opti­ma­len Blut­zu­cker­spie­gel auf­wei­sen, um auch wirk­lich seine Top-Leistung abru­fen zu kön­nen. Des­halb sollte er genau wis­sen, wann er seine Insu­lin­ver­sor­gung um wie viel redu­zie­ren und wie­viele Koh­len­hy­drate er zu sich neh­men muss. Auch muss der Hoch­leis­tungs­sport­ler wis­sen, wie sich bestimmte Umwelt­be­din­gun­gen wie Wind, Kälte oder Hitze, aber auch indi­vi­du­elle Ein­flüsse wie Ner­vo­si­tät (Adra­na­lin­aus­schüt­tung) auf den Kör­per und spe­zi­ell auf den Blut­zu­cker­spie­gel auswirken.

Im Fol­gen­den wer­den einige Spit­zen­sport­ler mit Typ 1 Dia­be­tes vor­ge­stellt, die sich nicht durch ihre Krank­heit davon abhal­ten lie­ßen, ihrem Sport auf höchs­tem Niveau nachzugehen:

Dimo Wache, bis 2010 Tor­wart bei Mainz 05. Er ist mit 341 Pflicht­spie­len sogar allei­ni­ger Rekord­hal­ter in der Ver­eins­ge­schichte des Main­zer Pro­fi­fuß­ball­klubs. In sei­nem Buch „Rote Karte für Dia­be­tes“ beschreibt der ehe­ma­lige Spit­zen­sport­ler, wie man mit der rich­ti­gen Moti­va­tion bzw. Ein­stel­lung nichts von sei­ner Lebens­qua­li­tät ein­bü­ßen muss und erfolg­reich Hoch­leis­tungs­sport betrei­ben kann. [1]

Det­lev Kraft erreichte in Sport­ka­rate und Kick­bo­xen trotz fest­ge­stell­tem Typ 1 Dia­be­tes 12 Mal den deut­schen Meis­ter­ti­tel, zwei Vize– Euro­pa­meis­ter­ti­tel und einen Welt­meis­ter­ti­tel. Er siegte in über 600 Kämp­fen. [2]

Mat­thias Stei­ner, ein in Öster­reich gebo­re­ner, deut­scher Gewicht­he­ber wurde unter ande­rem Euro­pa­meis­ter und Olym­pia­sie­ger im Gewicht­he­ben und das trotz sei­nes Dia­be­tes Typ 1. [3]

Cars­ten Fischer war deut­scher Hockey­spie­ler und erreichte mit sei­ner Mann­schaft  1992 den Olym­pia­sieg. In 259 Län­der­spie­len erzielte Fischer beacht­li­che 154 Tore. [4,5]

 Quelle
[1] Wache, D. & Hoff­bauer, G. (2007). Rote Karte für Dia­be­tes. Mün­chen: Süd­west Verlag.

[2] Kraft, D. (2002). Du kannst es! Mainz: Kirch­heim Verlag.

[3] Home­page von Mat­thias Stei­ner:  http://www.matthiassteiner.com/

[4] Wie Sport­ler mit Dia­be­tes leben: http://www.wellness-gesund.info/Artikel/13961.html

[5] „Ich habe mein Leben nicht auf Dia­be­tes umge­stellt, son­dern Dia­be­tes auf mein Leben“: http://www.diabetesgate.de/freizeit/2003/carsten_fischer.php

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Ein Kommentar

  1. hannah
    Erstellt am 12. March 2013 um 11:24 | Permanent-Link

    Ein Freund von mir ist Tri­ath­let und auch Dia­be­ti­ker. Das ist über­haupt kein Problem.

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