Wie viele Mahlzeiten soll ich am Tag essen ?

Ent­schei­dend für deine täg­li­che Fit­ness und geis­tige Leis­tungs­fä­hig­keit ist neben der rich­ti­gen Lebens­mit­tel­aus­wahl auch die Ver­tei­lung der Mahl­zei­ten. Emp­foh­len wer­den fünf Mahl­zei­ten am Tag. Drei Haupt­mahl­zei­ten, die in kalte und warme Mahl­zei­ten ein­ge­teilt wer­den (Früh­stück, Mit­tag­es­sen und Abend­es­sen) und zwei kleine Zwischenmahlzeiten.

Ein gesun­des Früh­stück ist die Grund­lage für einen guten Start in den Tag, es wird sogar oft als die wich­tigste Mahl­zeit des Tages bezeich­net. Diese Mahl­zeit been­det die längste Fas­ten­pe­riode im Tages­ab­lauf, die zwi­schen 6 bis 13 Stun­den dau­ern kann und füllt die Kohlenhydrat-Speicher wie­der auf.

Dies gilt ins­be­son­dere für dich, da deine Reser­ven klei­ner sind und viel schnel­ler ver­braucht sind als die der Erwach­se­nen. Vor allem in der Früh brauchst du genü­gend Ener­gie, da der Ener­gie­be­darf in der Wach­phase durch kör­per­li­che und geis­tige Akti­vi­tät deut­lich höher ist als in der Schlaf­phase. Auch das Gehirn braucht genü­gend Ener­gie, um seine Funk­tio­nen auf­recht zu erhal­ten. Diese Ener­gie wird über die Nah­rung aufgenommen.

Sehr wich­tig ist es daher am Mor­gen genü­gend Zeit für ein gesun­des Früh­stück ein­zu­pla­nen. Ein idea­les Früh­stück ist eine Kom­bi­na­tion von Müs­lif­lo­cken (wenn mög­lich unge­süßte), Obst und Milch oder Milch­pro­duk­ten (wie z. B. Joghurt). Bitte ver­giss auch beim Früh­stück das Trin­ken nicht.

Das Früh­stück allein reicht jedoch sel­ten aus, damit du bis zum Mit­tag­es­sen aktiv bleibst. Anhand der Leis­tungs­kurve kannst du erken­nen, dass zwi­schen dem Früh­stück, dem Mit­tag­es­sen und dem Abend­es­sen ein Leis­tungs­tief (dort wo die Kurve nach unten geht) ent­steht, wenn man die Zwi­schen­mahl­zeit weg­las­sen würde.

Abbil­dung 1: Leis­tungs­kurve (GKK Salz­burg, Mai 2008, Stand: 06.05.2009, S. 15)

Des­we­gen, um der Müdig­keit und dem Leis­tungs­tief vor­zu­beu­gen, soll­test du auf jeden Fall eine Vor­mit­tags­jause essen. Eig­nen würde sich ein Stück Obst oder ein Milch­pro­dukt, aber auch für kleine Men­gen Süßig­kei­ten oder Knab­be­reien, ist im Rah­men einer aus­ge­wo­ge­nen Ernäh­rung Platz.

In den war­men Haupt­mahl­zei­ten (Mit­tag– oder Abend­es­sen) sind die Haupt­be­stand­teile Nudeln, Reis oder Erd­äp­fel, dazu reich­lich Gemüse und an man­chen Tagen eine kleine Por­tion Fleisch oder Fisch. Diese Kom­bi­na­tion lie­fert beson­ders gut nutz­ba­res Eisen und Zink aus Fleisch, Jod und Vit­amin D aus Fisch sowie Eiweiß und Vitamine.

Die men­gen­mä­ßig wich­tigs­ten Lebens­mit­tel in der kal­ten Haupt­mahl­zeit (Mit­tag– oder Abend­es­sen) sind Milch und Milch­pro­dukte, Getrei­de­pro­dukte, idea­ler­weise Voll­korn­pro­dukte, Roh­kost aus Gemüse und magere Wurst­sor­ten (z. B. Kra­kauer, Schin­ken). Diese kalte Mahl­zeit dient vor allem der Ver­sor­gung mit Eiweiß, Cal­cium, Vit­ami­nen und Ballaststoffen.

Quel­len:
Hür­ter, P. & Lange, K. (2001). Kin­der und Jugend­li­che mit Dia­be­tes. Medi­zi­ni­scher und psy­cho­lo­gi­scher Rat­ge­ber für Eltern. Ber­lin: Sprin­ger Verlag.

Rütz­ler, H. (2007). Kin­der ler­nen essen – Stra­te­gien gegen das Zuviel. Wien: Hubert Krenn Verlag.

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4 Kommentare

  1. hannah
    Erstellt am 4. April 2013 um 11:20 | Permanent-Link

    Gerade wenn man die kon­ven­tio­nelle The­ra­pie hat, muss man natür­lich auf­pas­sen, wann man wie viel isst. So habe ich das damals auch gemacht, bzw. machen müs­sen. Wenn ich zu stark davon abge­wi­chen bin, hat sich das am Blut­zu­cker gezeigt, aller­dings ist mir das damals nicht so oft pas­siert. Aber schon seit der Basis-Bolus-Therapie mach ich mir um die Anzahl mei­ner Mahl­zei­ten eigent­lich keine gro­ßen Gedan­ken mehr.

  2. claudia
    Erstellt am 4. April 2013 um 11:37 | Permanent-Link

    Oft schaffe ich es lei­der nicht, dass ich 5 Mahl­zei­ten esse, aber durch meine fle­xi­ble Insu­li­n­ein­stel­lung durch die Pum­pen­the­ra­pie habe ich kein Pro­blem damit, wenn ich eine Mahl­zeit aus­lasse und dafür spä­ter etwas mehr esse.

  3. sweety
    Erstellt am 13. May 2013 um 12:40 | Permanent-Link

    ich nehme meis­tens 3 große mahl­zei­ten und ein paar zwi­schen­mahl­zei­ten zu mir. blöd ist, wenn man sehr viel stress in der schule hat, da muss ich dann immer auf­pas­sen, dass ich genug esse.

  4. Claudia
    Erstellt am 2. June 2013 um 15:42 | Permanent-Link

    ja das kann ich verstehen…oft ist es nicht so ein­fach, dass man sich an die emp­feh­lun­gen hält! Aller­dings das wich­tigste ist, dass die insu­li­n­ein­stel­lung passt und man auch trotz aus­fal­len einer mahl­zeit in keine unter­zu­cke­rung rutscht!

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