Umgang mit Hypo — und Hyperglykämien

Egal wie gut deine Ein­stel­lung ist, wie gut und genau du dich an das Mes­sen und Sprit­zen und Berech­nen hältst: ab und zu kommt es zu nied­ri­gen oder sehr hohen Blut­zu­cker­wer­ten. Diese Gehö­ren zum Leben jeder Dia­be­ti­ke­rin und jedes Diabetikers.

Du hast kei­nen Sport gemacht, bist dir ganz sicher, bei dei­nen Insu­lin und Essens­be­re­chun­gen kei­nen Feh­ler gemacht zu haben und bist eigent­lich die Ruhe selbst, und trotz­dem: eine Unter­zu­cke­rung. Und diese auch noch mit­ten im Kino­film / wäh­rend dem Tref­fen mit Freund oder Freun­din / beim shop­pen oder beim Sport — Auf jeden Fall in der unpas­sends­ten Situa­tion. Was jetzt also tun?
Grund­sätz­lich und aus medi­zi­ni­scher Sicht ist es hof­fent­lich ganz klar: So schnell wie mög­lich Zucker zuführen.

Das Pro­blem ist die Situa­tion. Einer­seits möchte man sich nicht als schwach, krank oder ver­letz­lich prä­sen­tie­ren. Ande­rer­seits kennt man selbst die Fol­gen meist am Bes­ten: Zit­tern, Kopf­weh, Heiß­hun­ger, Unkon­zen­triert­heit,  bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Nichts­des­to­trotz: es ist irgend­wie ein biss­chen pein­lich oder unan­ge­nehm.
Muss es aber nicht sein!

Du hast nun ein­mal Dia­be­tes und musst jetzt ein­fach etwas essen. Deine Freunde wer­den das mit Sicher­heit ver­ste­hen. Soll­ten sie (noch) nicht wis­sen, dass du Dia­be­tes hast: jetzt ist die beste Gele­gen­heit es allen zu sagen.
Im Ide­al­fall hast du Trau­ben­zu­cker dabei, steckst dir schnell ein Plätt­chen in den Mund, und die Sache ist gegessen.

Noch schnel­ler geht es bei einer Hyper­gly­kä­mie, also wenn der Blut­zu­cker hoch ansteigt: schnell kor­ri­gie­ren und vor­bei ist es.

Keine Sorge über blöde Kom­men­tare oder Tusche­leien, dies sollte es unter Freun­den sowieso nicht geben.

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2 Kommentare

  1. claudia
    Erstellt am 3. May 2013 um 11:32 | Permanent-Link

    Ich glaub wie jeder andere Dia­be­ti­ker auch, hatte ich natür­lich auch schon einige Hypo– und Hyper­gly­kä­mien. Für mich sind die Hypos immer viel unan­ge­neh­mer, da ich anfange zu zit­tern und zu schwit­zen.
    Manch­mal, vor allem bei Hypos in der Nacht, bekomme ich Heiß­hun­ger. Aber Gott sei Dank habe ich Hypos sehr sel­ten und ich hatte auch noch nie einen schwe­ren Hypos, so dass ich mir nicht mehr selbst hel­fen konnte!
    Bei einem Unter­zu­cker trinke ich meis­ten einen Saft, da mir Trau­ben­zu­cker über­haupt nicht mehr schmeckt!

    Wel­che Anzei­chen hast du bei einem Hypo und was isst oder trinkst du?
    Bei einem Über­zu­cker spüre ich eigent­lich sel­ten etwas, manch­mal habe ich viel­leicht einen tro­cke­nen Mund, aber sonst merke ich eigent­lich nichts. Du?

  2. hannah
    Erstellt am 3. May 2013 um 12:19 | Permanent-Link

    Hypos sind ganz all­ge­mein eine unan­ge­nehme Sache. Ich hatte zwar selbst noch nie einen wirk­lich schlim­men Hypo, aber am ner­vigs­ten find ich per­sön­lich wenn ich des­we­gen mit­ten in der Nacht auf­wa­che, oder wäh­rend dem Sport, weil bei mir dann das Trai­ning ins Was­ser fällt.
    Zum Glück war ich noch nie bewusst­los oder ähn­li­ches, ich konnte mir immer noch sel­ber hel­fen, aber trotz­dem kom­men immer wie­der Situa­tion vor, auch z.B: bei der Arbeit an der Bar, in denen mir Hypos sehr unge­le­gen kom­men.
    Aber auch Hypers kön­nen unan­ge­nehm wer­den. Ich bin ein­mal in der Uni geses­sen und plötz­lich ging es mir unglaub­lich schlecht, und dann hab ich gemerkt, dass der Kathe­ter nicht rich­tig drin war. Wie wir aber alle wis­sen wirkt Insu­lin meist so schnell, dass es mir auch schnell wie­der bes­ser ging.

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