Insulin Invader Claudia geht trotz Diabetes entspannt auf Reisen

Damit ich mei­nen Urlaub in vol­len Zügen genie­ßen kann, muss ich ein paar Vor­be­rei­tun­gen tref­fen. Damit ich auch wirk­lich nichts ver­gesse, habe ich mir eine Check­liste, mit allen wich­ti­gen Din­gen, die ich brau­che, zusam­men geschrieben.

Diese Check­liste möchte ich dir als Unter­stüt­zung weitergeben:

  • Rei­se­pass
  • E-cardreisen
  • Aus­lands­kran­ken­schein für Län­der außer­halb der EU
  • Aus­rei­chend Diabetes-Material, wie Insu­lin, Ein­wegna­deln, Insu­lin­pum­pen­zu­be­hör, usw. recht­zei­tig vor dem Urlaub bestel­len und einpacken
  • Notfall-BE ein­pa­cken (z.B. Traubenzucker)
  • Urlaub­spumpe recht­zei­tig (ca. 3–6 Wochen im Vor­hin­ein) anfor­dern (nur für Insu­lin­pum­pen­trä­ge­rin­nen und –träger)
  • Ersatz­blut­zu­cker­mess­ge­rät + Batterien
  • Kühl­mög­lich­kei­ten für das Insu­lin (Frio-Taschen, wei­tere Infor­ma­tio­nen und zu bestel­len unter: http://www.frio.ws/german/)
  • Dia­be­tes­rei­se­be­stä­ti­gung (vom zustän­di­gen Arzt unter­schrei­ben lassen) 
  • Wich­tige Tele­fon­num­mern wie z.B. Pum­pen­hot­line aufschreiben
  • Glukagon-Notfallspritze

Wich­tige Info:
Bei Flug­rei­sen habe ich das Dia­be­tes­zu­be­hör immer im Hand­ge­päck, da es im Lade­raum des Flug­zeu­ges Minus­grade hat und ich fühle mich auch siche­rer wenn ich es sofort bei der Hand habe, wenn ich es brau­chen sollte.

Zeit­um­stel­lung und Ände­run­gen am Urlaubsort

Wenn dein Urlaubs­ziel etwas wei­ter ent­fernt ist, kann es sein, dass du eine Zeit­um­stel­lung in deine Dia­be­testhe­ra­pie ein­pla­nen musst.  Es ist wich­tig, das schon im Vor­hin­ein zu pla­nen und mit dei­nem zustän­di­gen Arzt dar­über zu spre­chen, da es zu einer Anpas­sung des Insu­lin­be­darfs kom­men kann. Wenn du in den Wes­ten fliegst, kommt es zu einer Tages­ver­län­ge­rung, das heißt du könn­test ein Insu­lin­de­fi­zit (zu wenig Insu­lin) haben. Bei einem Flug in den Osten, ist es genau ande­res herum. Es kommt zu einer Tages­ver­kür­zung und somit kann es zu einem Insu­lin­über­schuss (zu viel Insu­lin) kom­men. Nach dem du die Zeit­ver­schie­bung aus­ge­gli­chen hast, kann du deine gewohnte Insulin­the­ra­pie fortführen.

Ich war vor ein paar Jah­ren für ein Monat in den USA und da habe ich im Vor­hin­ein mit mei­nem Arzt die Situa­tion der Zeit­um­stel­lung bespro­chen. Trotz Befol­gung der Rat­schläge, war mein Blut­zu­cker  ein paar Tage schwer ein­stell­bar, was ich aller­dings mit vie­len Blut­zu­cker­kon­trol­len und Insu­lin­ga­ben wie­der kor­ri­gie­ren konnte.

Am Urlaubs­ort selbst kom­men dann meist sehr viele Ände­run­gen des nor­ma­len All­tags auf mich zu wie:

  • Unge­wohnte Nah­rungs­mit­tel und Spei­sen (andere Zusam­men­set­zung, somit andere Kohlenhydratmenge)
  • Ver­än­der­ter Lebens­rhyth­mus (abends län­ger wach, mor­gens län­ger schla­fen, letzte Mahl­zei­ten öfters spä­ter abends,…)
  • Mehr Bewe­gung (Insu­lin­be­darf anpassen!)
  • Hitze (durch die Hitze der Sonne oder des Was­sers (z.B. Therme) ist die Haut bes­ser durch­blu­tet und das Insu­lin wirkt schnel­ler -> Hypo­ge­fahr steigt)

Um Pro­bleme zu ver­mei­den, ver­su­che ich, dass ich mei­nen Blut­zu­cker im Urlaub öfter kon­trol­liere als im All­tag. So ist es auch mög­lich sehr rasch auf mög­li­che Blut­zu­cker­schwan­kun­gen zu reagieren.

Hast du schon Erfah­run­gen im Urlaub gemacht? Hast du viel­leicht noch Tipps, was man im Urlaub in  Bezug auf den Dia­be­tes beach­ten soll?

Quelle:
www.diabetes-austria.com

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Ein Kommentar

  1. hannah
    Erstellt am 13. June 2013 um 11:22 | Permanent-Link

    Immer wenn eine Reise ansteht, emp­fiehlt es sich alles ein­mal mit sei­nem Dia­be­to­lo­gen abzu­klä­ren. Wich­tig ist dabei: Zeit­ver­schie­bung, beson­de­res Essen und natür­lich wie viel man mit­neh­men sollte. Ich habe es immer so gemacht und hatte bis auf die ers­ten ein bis zwei Urlaubs­tage sel­tenst Pro­bleme.
    Sogar als ich 2004 bei einer Natur­ka­ta­stro­phe in Sri Lanka war, in einer eher unbe­trof­fe­nen Gegend, hat­ten wir immer alles unter Kon­trolle. Spä­tes­tens da wusste ich: Auch mit Dia­be­tes Rei­sen ist mög­lich und ich muss dia­be­tes­be­zo­gen vor nichts Angst haben!

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