OmniPod — Insulin ohne Kabel

Seit lan­ger Zeit schon in den USA bekannt, und auch in Deutsch­land schon üblich ist er nun end­lich auch bei uns:
Der Omni­Pod!

Der Omni­Pod (von Mylife) ist eine kabel­lose Patch-Pumpe. Das bedeu­tet, der soge­nannte „Pod“ wird am Kör­per ange­bracht und die Nadel sitzt (wie bei ande­ren Pum­pen) im Unterhautfettgewebe.

Neu ist das kabel­lose Sys­tem. Der Pod beinhal­tet die Bat­te­rie, die Nadel und das Reser­voir, wel­ches bis zu 200 Ein­hei­ten fas­sen kann.

Er wird auf Bauch, Ober­schen­kel, Arm, Hüft– oder Rücken­be­reich geklebt und die Nadel setzt sich automatisch.

Zum Set­zen der Nadel: Der benutzte Pod muss deak­ti­viert wer­den und erst dann, kann der nächste gesetzt wer­den. Die Anwei­sun­gen gibt das Gerät. Schluss­end­lich drückt man „Start“ und akti­viert somit die Nadel, wel­che sich mit inner­halb von weni­ger als einer hal­ben Sekunde setzt.

Der Pod sel­ber ist etwas grö­ßer als eine Streich­holz­schach­tel — aller­dings soll bald eine etwas klei­nere und fla­chere Ver­sion her­aus­kom­men (Vor­sicht „Zukunfts­mu­sik!). Unter Klei­dung fällt er mini­mal auf.

Das Steu­er­ge­rät wird PDM „Per­so­nal Dia­be­tes Mana­ger“ genannt und funk­tio­niert über Bluetooth.

Der PDM ist auch gleich­zei­tig das Blut­zu­cker­mess­ge­rät. Mit dem ermit­tel­ten Blut­zu­cker­wert und der Ein­gabe der Koh­le­hy­drate wird die Insu­lin­menge errech­net und an den Pod übermittelt.

Wie bei ande­ren Kathe­tern muss die Nadel spä­tes­tens alle 3 Tage gewech­selt wer­den — was hier für mich neu war, war, dass die Pumpe nach 72 Stun­den zu piep­sen anfängt, um mit­zu­tei­len, dass das soge­nannte „Pod-Ende“ naht.

Meine Erfah­run­gen (ich habe sie jetzt seit Juli 2012) mit die­ser Pumpe sind:
Anfangs sind die Nadeln rela­tiv häu­fig ver­stopft, wodurch ich einen hohen Ver­brauch hatte. Aller­dings ist Ypso­med (ver­treibt die Pumpe) da sehr kun­den­freund­lich und ich habe nie zu wenig Pods gehabt.
Außer­dem kann es jetzt wie­der leich­ter pas­sie­ren, dass man auf den Bolus ver­gisst, weil „halt das Gerät woan­ders liegt“. Aller­dings ist es nicht so ver­hee­rend, wie frü­her, wenn ich die Pumpe nach der Dusche lie­gen gelas­sen habe.
Das sind aber auch die ein­zi­gen Probleme!

Ich komme sehr gut mit der Pumpe zurecht — es war fast, als hätte der Kör­per eine Ein­ge­wöh­nungs­zeit gebraucht. Mitt­ler­weile ver­stopft kaum mehr eine Nadel.

Ich liebe das Kabel­lose — das fängt schon im All­tag beim Umzie­hen oder am Klo an. Gut ist auch, dass ich beim Schwim­men (ist was­ser­fest!) und unter der Dusche immer mit Insu­lin ver­sorgt bin — wenn ich weiß, dass es anstren­gend wird kann ich auch kurz­fris­tig unterbrechen.

Ich würde sie auf gar kei­nen Fall mehr hergeben!

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Diabetes & Therapie, News und getagged , , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

6 Kommentare

  1. claudia
    Erstellt am 12. August 2013 um 21:39 | Permanent-Link

    Klingt echt nach einer tol­len Pumpe! Aber ist es dir noch nie pas­siert, dass du dir den Pod unab­sicht­lich run­ter­ge­ris­sen hast? Oder klebt das Pflas­ter eh sehr gut?

    • hannah
      Erstellt am 13. August 2013 um 10:37 | Permanent-Link

      Das Pflas­ter klebt an und für sich super!
      Ein oder zwei­mal hab ich ihn unab­sicht­lich raus­ge­ris­sen, da bin ich eben irgendwo hän­gen­ge­blie­ben — aber dem­nächst soll der Pod sel­ber klei­ner wer­den — dann pas­siert das hof­fent­lich gar nicht mehr :)

  2. Verena Franke
    Erstellt am 13. August 2013 um 14:54 | Permanent-Link

    Ich habe Omni­Pod seit Juni 2012 und bin auch sehr zufrie­den. Da ich keine Pum­pen­trä­ge­rin war, gab es anfäng­lich Pro­bleme mit der Suche nach den „rich­ti­gen“ Stel­len. Dünn zu sein, ist ein wenig pro­ble­ma­tisch. Auch ich warte auf den klei­ne­ren Pod, der schon im Herbst letz­ten Jah­res ange­kün­digt wurde. Inzwi­schen glaube ich eher an „Zukunfts­mu­sik“. Der Pod hält extrem viel Belas­tung aus: Ich habe viele Arten von Sport aus­pro­biert, Bal­lett und Extrem­be­las­tun­gen wie Strand­ur­laub oder Ther­men­be­such inklu­sive Sauna. Die Pods haben alles „über­lebt“. Sel­ten hat sich der Kle­ber gelöst. Ich kann es nur empfehlen!!!

  3. claudia
    Erstellt am 13. August 2013 um 22:13 | Permanent-Link

    mhhh klingt ver­lo­ckend ;) aber ich warte auf den klei­ne­ren :)

  4. hannah
    Erstellt am 16. September 2013 um 15:28 | Permanent-Link

    Also ein Update: der neue, KLEINE Pod ist da :) und er ist wirk­lich um ein gutes drit­tel klei­ner, was man deut­lich sieht!

  5. Tanja
    Erstellt am 18. June 2014 um 22:22 | Permanent-Link

    Für kleine kin­der ist die­ser pod ein traum!
    Meine toch­ter strahlt wenn sie mit die­ser pumpe schwim­men gehen kann

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>