Mein Hund Sam hat Diabetes

Ebenso wie wir Men­schen kön­nen auch andere Säu­ge­tiere an Dia­be­tes erkran­ken. Recht­zei­tig erkannt, kann die Erkran­kung meist gut behan­delt werden.

Am häu­figs­ten wird Dia­be­tes bei Hun­den und Kat­zen dia­gnos­ti­ziert, mit­un­ter aber auch bei Pfer­den, Rin­dern, Affen oder Nage­tie­ren wie z. B. Kanin­chen, Hams­ter oder Meer­schwein­chen. Hunde erkran­ken mit einer Wahr­schein­lich­keit von 1:100 an Dia­be­tes, bei Kat­zen ist es 1 von 500

Vor kur­zem wurde bei mei­nem Hund Sam Dia­be­tes fest­ge­stellt. Falls dei­nem Tier das auch pas­siert ist, fin­dest du hier einige Ant­wor­ten wieso es dazu gekom­men ist und wie der Dia­be­tes beim Tier behan­delt wird.

Ent­ste­hung

Tiere kön­nen an Dia­be­tes erkran­ken, wenn sie über­ge­wich­tig sind oder wenn es zu Hor­mon­s­tö­run­gen, Ent­zün­dun­gen und Schä­di­gun­gen der Bauch­spei­chel­drüse kommt.

Sam

Ähn­lich wie beim Men­schen ist das an Dia­be­tes erkrankte Tier nicht in der Lage, sei­nen Blut­zu­cker­spie­gel zu kon­trol­lie­ren. Dies kann mas­sive Fol­gen haben. Bei Nicht­be­hand­lung kann es zur Erblin­dung oder zum Tod des Tie­res kom­men. Lei­der ist Dia­be­tes — wie beim Men­schen — auch bei Tie­ren nicht heilbar.

Die Ursa­chen für einen Dia­be­tes beim Tier wer­den genau wie beim Men­schen in einen Typ 1 und einen Typ 2 unter­teilt:
Beim Typ 1 bil­det die Bauch­spei­chel­drüse nur unzu­rei­chend oder gar kein Insu­lin. Man spricht von einem abso­lu­ten Insu­lin­man­gel.
Beim Typ 2 ist zwar aus­rei­chen Insu­lin im Kör­per vor­han­den, die Kör­per­zel­len rea­gie­ren aber nur wenig bzw. gar nicht darauf.

Sym­ptome

Anzei­chen bei Tie­ren kön­nen sein:

  • Über­mä­ßi­ger Durst und häu­fi­ges Wasserlassen
  • Müdig­keit, Abgeschlagenheit
  • Fres­s­at­ta­cken
  • Gewichts­ver­lust, trotz gestei­ger­ter Nahrungsaufnahme
  • Seh­stö­run­gen

Wenn du sol­che Ver­hal­tens­wei­sen bei dei­nem Tier ent­deckst, soll­test du dich mit einem Tier­arzt in Ver­bin­dung set­zen. Die­ser kann durch eine Blut­zu­cker­un­ter­su­chung fest­stel­len, ob dein Tier an Dia­be­tes leidet.

The­ra­pie

Eine Behand­lung mit Insu­lin ist unver­meid­lich. Die benö­tigte Menge des Hor­mons ist bei jedem Tier indi­vi­du­ell, des­halb müs­sen die Blut– und Urinzu­cker­werte vom Tier­arzt sorg­fäl­tig kon­trol­liert wer­den, damit der die rich­tige Dosis an Insu­lin bestim­men kann. Bei den meis­ten Hun­den wird ein­mal pro Tag Insu­lin ver­ab­reicht, bei man­chen Hun­den, vor allen Din­gen aber bei Kat­zen, kommt es vor, dass sie zwei­mal pro Tag eine Insu­lin­do­sis benö­ti­gen. Ver­ab­reicht wird dem Tier das Insu­lin unter der Haut per Spritze.

Du muss unbe­dingt dar­auf ach­ten dei­nem Tier das Insu­lin regel­mä­ßig zu geben, das heißt immer zu einer bestimm­ten Uhr­zeit. Außer­dem sollte auch drei­mal täg­lich der Blut­zu­cker­wert getes­tet werden.

Mahl­zeit soll­ten auch immer zur glei­chen Zeit und in der glei­chen Menge statt­fin­den. Ich würde dir emp­feh­len den Tier­arzt alle drei Monate zur Kon­trolle aufzusuchen.

Ach­tet man auf diese Dinge und ist dein Lieb­ling vom Tier­arzt rich­tig ein­ge­stellt, soll­ten die Krank­heits­sym­ptome bald ver­schwin­den und dein Tier kann trotz der Krank­heit ein beschwer­de­freies Leben führen.

Tipps für die Blutzuckermessung

  • Führe die Blut­zu­cker­mes­sung unter ruhi­gen und ent­spann­ten Bedin­gun­gen durch
  • Füt­ter ein „Leckerli“ als Belohnung
  • Ver­wende eine Stech­hilfe, die nur ein lei­ses Klick­ge­räusch produziert

Erste Hilfe bei Unterzuckerung

Unter­zu­cke­rung tritt bei Tie­ren vor allen Din­gen dann auf, wenn sie bereits ihre Insu­lin­spritze ver­ab­reicht bekom­men haben, danach aber aus irgend­ei­nem Grund die Mahl­zeit ver­wei­gern. Zit­tern, Benom­men­heit und Bewusst­seins­stö­run­gen sind Anzei­chen eines sol­chen Unter­zu­ckers. In die­sem Fall muss dem Tier unbe­dingt erneut Fut­ter ange­bo­ten wer­den. Ver­wei­gert es die­ses wie­derum, soll­test du ihm zwei Löf­fel Honig­was­ser oder auf­ge­lös­ter Trau­ben­zu­cker ver­ab­rei­chen und den Tier­arzt verständigen.

Dia­be­tes ist bis­her nicht heil­bar, aber den­noch kön­nen betrof­fene Tiere mit der rich­ti­gen Ernäh­rung, regel­mä­ßi­ger Blut­zu­cker­kon­trolle und einem geeig­ne­ten Insu­lin ist es durch­aus mög­lich: ein lan­ges und glück­li­ches Leben trotz Diabetes.

Wel­ches Tier kennst du per­sön­lich, das Dia­be­tes hat?

Quelle:

http://www.wellion.at/de/tiere-produkte/

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